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| Wordrap mit:
Andreas
Unterluggauer
Friseurmeister und Sammler
(St. Lorenzen i. L.)
Sternzeichen: Jungfrau
Ich lese derzeit: „Die Drachenritterin“
von Lucia Troisi
Ich esse gerne: Sushi
Ich höre gerne: deutschsprachige
Lieder
Mein Motto: In der Ruhe liegt die
Kraft |
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Für den 47-jährigen Andreas Unterluggauer spielen sich die wahren Abenteuer oft „am“ Kopf ab. Ist er doch seit fast zwei Jahrzehnten als selbstständiger Friseurmeister tätig. Eine weitere Berufung des Lesachtaler hat mit Haaren aber weniger zu tun: Er sammelt leidenschaftlich gerne Whiskysorten. Unterluggauer lebt mit seiner Familie in St. Lorenzen.
OVT: Herr Unterluggauer, was zeichnet den Friseurberuf für Sie aus?
Andreas Unterluggauer: Die Tatsache, dass man immer Kontakt zu Leuten hat. Außerdem arbeitet man nie mit „toten“ Werkstoffen wie in vielen anderen Berufen. Für die Ausführung des Berufes braucht man schon Kreativität und Talent. Außerdem schadet es als Friseur nicht, wenn man Talent als Seelsorger hat.
Sie arbeiten im elterlichen Betrieb, kamen aber erst nach Umwegen hierhin.
Stimmt. Nach meiner regulären Schulzeit ging ich ein Jahr auf die Handelsschule. Danach trat ich eine Lehrstelle bei einem Lienzer Friseur an. Sehr zur Freude meiner Mutter Elfriede, die vor 47 Jahren unser Friseurgeschäft gegründet hat. Nach dem Bundesheer und ein paar Monaten in Salzburg kam ich vor 27 Jahren schlussendlich in den mütterlichen Betrieb heim. Seit 19 Jahren bin ich nun selbstständig.
Sind aktuelle Haar- Trends am Land gefragt?
Also mit den neuesten Trends macht man bei uns kaum einen Stich. Da zählt vielmehr das solide Handwerk. In den Sommermonaten jedoch, also zur Urlaubszeit, habe ich Kunden aus Wien, die zweimal die Woche zur echten Bartrasur kommen. Allerdings machen das nicht mehr viele, da der Zeitaufwand dafür enorm ist.
Sie sind aber auch leidenschaftlicher Whisky-Sammler.
Ja. Ich besitze mittlerweile 140 verschiedene Flaschen, von denen ich circa 50 geöffnet und verkostet habe. Für mich gehört Whisky zu einer anderen Leidenschaft von mir dazu: und zwar zum „Darten“. Der Whisky „relaxed“ sozusagen den Dart-Muskel wieder.
Whisky- Flaschen gelten a b e r auch als Wertanlage.
Das ist richtig. Ein Beispiel dafür ist „Dallas Dhu“. Diese Brennerei wurde zwar bereits 1975 geschlossen, doch von 1975 bis 1984 brannte man noch „Blended“-Sorten. Seit 1988 ist es ein schottisches Whisky-Museum. Ich war dort auch schon zu Besuch, habe den Betrieb besichtigt und einige Raritäten erworben. Dieser Einsatz hat sich aus heutiger Sicht echt gelohnt, denn unter Sammlern und Liebhabern genießen diese Raritäten einen hohen
finanziellen Stellenwert.
Sie sind aber auch begeisterter Kletterer.
Und zwar bis zu den Graden 6b oder 6c. Das hängt allerdings mehr oder weniger mit meinem Trainingsaufwand zusammen. Nach deutschem Bewertungssystem wäre es übrigens der achte Grad. Doch wenn man, so wie ich oder mein Bruder Peter, der Bergführer ist und weiters ein „Rafting“-Unternehmen führt, in den Bergen aufwächst, gehört es einfach dazu. Alle Interviews unter www.oberkaernten-online.at  |
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